Einkaufen & Versorgung

Früher hatte fast jedes Dorf seinen kleinen Laden – auch in Zschölkau gab es einen Konsum. Heute liegen die nächsten Supermärkte in Rackwitz, Krostitz und Leipzig-Seehausen. Für alle, die kein Auto haben oder nicht mehr selbst fahren, haben wir hier gesammelt, wie man trotzdem gut an seinen Einkauf kommt.

Stand: 9. Oktober 2026

Geschäfte, Entfernungen und Haltestellen stammen überwiegend aus OpenStreetMap und sind ohne Gewähr – bitte vor Ort prüfen. Öffnungszeiten und Fahrpläne ändern sich; maßgeblich sind immer die Angaben der Geschäfte und Verkehrsunternehmen. Fehlt etwas? Schreiben Sie uns, der Kontakt steht im Impressum.

Einkaufen in der Nähe

Einen Laden gibt es in Zschölkau nicht mehr. Die nächsten Geschäfte, mit ungefährer Entfernung in Luftlinie ab der Ortsmitte – die Wege auf der Straße sind länger:[1]

GeschäftOrtca. Entfernung
Veit’s Backparadies (Bäcker)Rackwitz, Hauptstraße2,3 km
PENNY[2]Rackwitz, Hauptstraße2,7 km
diskaRackwitz, Kömmlitzer Straße2,9 km
Nahkauf[3]Krostitz, An den Leinewiesen3,6 km
Hofladen HofGut Kreuma[4]Kreuma, Kreumaer Dorfstraße3,7 km
Penny, Bäckerei WendlKrostitz4,0 km
Globus, Aldi, denn’s Biomarkt[5]Leipzig-Seehausen4,2–4,3 km

Angaben laut OpenStreetMap, ohne Gewähr, bitte vor Ort prüfen. Öffnungszeiten bitte direkt beim Geschäft erfragen.

Eier-Automaten

Eier, Geflügel und Suppen im Glas gibt es auch außerhalb der üblichen Ladenzeiten an den Automaten des „Rackwitzer Landei“. Laut Anbieter stehen sie[6]

  • in Rackwitz, Salzstraße 11 – täglich 8 bis 20 Uhr,
  • in Krostitz, Ernst-Thälmann-Siedlung (hinter Rasenland) – Montag bis Freitag 7 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 18 Uhr,
  • in Brodau, Werbeliner Weg 1 – täglich 6 bis 22 Uhr.

Essen im Ort

Wer nicht selbst kochen möchte: In Zschölkau gibt es das Wirtshaus Zschölkau, gleich nebenan im Gewerbegebiet Hohenossig die Heimatküche mit Mittagstisch. Mehr dazu auf der Seite Gewerbe im Ort.

Mit Bus und Rufbus zum Einkaufen

Linie 215 – nur an Schultagen

Die Linie 215 hält mitten im Ort an der Haltestelle „Zschölkau“ und fährt Richtung Rackwitz und Richtung Krostitz. Alle Fahrten gibt es nur an Schultagen in Sachsen – in den Ferien und am Wochenende fährt die 215 nicht.[7] Die Abfahrtszeiten stehen im aktuellen Fahrplan der Linie 215 (PDF).

PlusBus 196 – auch am Wochenende

Häufiger fährt der PlusBus 196 zwischen Bad Düben, Krostitz und Leipzig, auch samstags, sonntags und an Feiertagen. Er hält an der Haltestelle „Hohenossig, Abzweig nach Zschölkau“, rund 500 Meter vom Ort entfernt (ohne Gewähr, bitte vor Ort prüfen).[1] Richtung Leipzig fährt er unter anderem über die Haltestellen „Beiersdorf-Werk“ und „Seehausener Allee“. Den aktuellen Fahrplan finden Sie im Linienverzeichnis von Nordsachsen Mobil.[8]

Wenn kein Bus fährt

Rufbus Flexa

Im ganzen Landkreis Nordsachsen fährt der Rufbus Flexa. Er holt Sie an einer Haltestelle ab und bringt Sie zur gewünschten Ziel-Haltestelle oder zu einem Umsteigepunkt. Voraussetzung: 30 Minuten vor oder nach Ihrer Wunschzeit fährt kein planmäßiger Bus oder Zug. Sehr kurze Fahrten unter 1 Kilometer und Fahrten über 25 Kilometer sind nicht möglich.[9]

So bestellen Sie Flexa – spätestens 60 Minuten vor der gewünschten Fahrt:

  • im Internet unter flexa-nordsachsen.de,
  • mit der App „MOOVME“ oder
  • telefonisch Montag bis Freitag von 7 bis 16 Uhr unter 03435 906096 (Service-Nummer des Verkehrsunternehmens).

Es gilt der normale MDV-Tarif ohne Aufpreis, auch das Deutschlandticket. Zu welchen Uhrzeiten Flexa unterwegs ist, unterscheidet sich je nach Teil des Landkreises – bitte auf der offiziellen Flexa-Seite von Nordsachsen Mobil nachsehen.[9][10]

Helfen Sie mit

Verkaufswagen – wer hält in Zschölkau?

Bäcker, Fleischer, Obst und Gemüse oder Tiefkühlkost: Welche Verkaufswagen halten in Zschölkau – an welchem Tag, um welche Uhrzeit und wo? Online haben wir dazu nichts gefunden. Wenn Sie es wissen, sagen Sie uns Bescheid. Wir nehmen die Zeiten hier auf, sobald der Händler einverstanden ist.

Genauso freuen wir uns über Hinweise auf Lieferdienste, die nach Zschölkau liefern, und auf Nachbarschafts- oder Einkaufshilfen. Kontakt: siehe Impressum.

Früher gab es den Konsum

Die Idee des Konsums stammt aus unserer Gegend: Den ersten deutschen Konsumverein, die „Eilenburger Lebensmittelassociation“, gründete 1850 der Jurist und Sozialreformer Hermann Schulze-Delitzsch. Nach Eilenburger Vorbild entstanden in fast allen großen Städten Konsumgenossenschaften. 1935 lösten die Nationalsozialisten die Konsumvereine auf; mit dem Befehl Nr. 176 vom 18. Dezember 1945 erlaubte die sowjetische Militäradministration die Neugründung.[11]

In der DDR lief rund ein Drittel des Einzelhandelsumsatzes über die Konsum-Geschäfte. Mitglieder bekamen 1,5 bis 1,7 Prozent ihres Einkaufs zurück – dafür wurden die grünen, braunen und blauen „Konsummarken“ geklebt. 1989 waren 4,5 Millionen Menschen Mitglied einer Konsumgenossenschaft. „Vor allem auf dem Lande gehörte der Dorfkonsum wie die Kneipe zum Alltag“, schreibt der MDR.[11] Nach 1990 verschwanden viele dieser Läden; die Konsumgenossenschaft Leipzig gibt es bis heute.[12]

Unser Konsum – Erinnerungen gesucht

Wo genau war der Zschölkauer Konsum? Bis wann gab es ihn, was gab es dort zu kaufen, und wer hat noch Fotos oder Geschichten? Wir freuen uns über jeden Hinweis – Erinnerungen veröffentlichen wir nur mit Einverständnis und auf Wunsch ohne Namen. Den Kontakt finden Sie im Impressum. Mehr zur Ortsgeschichte steht auf der Seite Geschichte von Zschölkau.


📚 Quellen zu diesem Beitrag – gesammelt auf unserer Quellen-Seite. Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL).